Nur (ver)sicher(t) ist sicher
Was braucht es, um Klettertrainer:in zu werden?
Klar, Begeisterung für den Klettersport ist unabdingbar und auch Spaß daran, sein Wissen zu teilen. Ebenso wichtig ist das Absolvieren einer fundierten Trainerausbildung und regelmäßige Fortbildungen. Hochmotiviert und mit aktuellem Wissen ausgestattet gibst du deine ersten Kurse, sammelst Erfahrungen und fühlst dich immer sicherer in deiner Rolle. Deine Kund:innen sind zufrieden, empfehlen dich weiter und die Dinge laufen noch viel besser als erwartet.
So stehst du an einem schönen, sonnigen Nachmittag zufrieden in der Kletterhalle und leitest einen Kletterkurs. Während du einer Teilnehmerin die Vorteile des doppelten Bulins erklärst, rutscht ein anderer Teilnehmer beim Clippen der ersten Exe ab und kommt ungünstig auf dem Boden auf. Schnell wird klar, dass es sich um eine ernstere Verletzung des Sprunggelenks handelt. Der Teilnehmer muss vom Rettungsdienst abgeholt werden. Da auch die anderen Teilnehmer:innen einen ordentlichen Schreck bekommen haben, beendest du den Kurs für heute. Solange die Erinnerung frisch und präsent ist, füllst du noch das Unfallformular online aus und fährst anschließend nach Hause.

Während der nächsten Tage grübelst du, wie es zu dem Unfall kommen konnte und wie du ihn vielleicht hättest verhindern können. Ähnliche Gedanken macht sich auch die Krankenversicherung des Verunfallten. Nachdem eine Operation fällig wurde und der Betroffene mehrere Wochen arbeitsunfähig sein wird, haben sich beträchtliche Kosten angehäuft. Es dauert nicht lange und du erhältst Post von besagter Versicherung. Da sich der Unfall innerhalb deines Kurses ereignete und du nicht in der Kletterhalle angestellt bist, sollst du einen beträchtlichen Teil der Unfall- und Folgekosten tragen.
Dir ist zunehmend mulmig zu Mute und du beginnst eine kurze Recherche: Die Berufshaftpflichtversicherung übernimmt im Falles des Falles die Kosten von Personen- und Sachschäden. Die Versicherung kostet über den Kletterhallenverband nur 69 € pro Jahr und du erhältst zusätzlich Vergünstigte Preise bei Aus- und Fortbildungen.
Wir hoffen, dass dieses Szenario in keinem deiner Kurse eintritt. Dennoch ist eine Berufshaftpflichtversicherung wichtig, wenn du nebenberuflich/selbstständig als Trainer:in tätig bist. Also auch, wenn du auf Rechnung für eine Kletter- oder Boulderhalle Kurse durchführst.
