Wir stellen vor

Der Kletterhallenverband verbindet Menschen mit unterschiedlichsten Hintergründen. Auch die KLEVER Workshopleiter:innen haben individuelle Themengebiete mit jeweiliger Expertise.

Benny Jung kommt aus Berlin und hat seine Berufung im therapeutischen Klettern mit Fokus auf ADHS/ADS und Neurodiversität gefunden. Dieses spezielle Wissen teilt er u.a. im Rahmen von KLEVER Fortbildungen.

Über dich

Beschreibe dich in drei Worten:

neugierig, kommunikativ, humorvoll

Was ist dein beruflicher Hintergrund?

Meine aktuelle Berufung ist es Personen u.a. im ADHS Spektrum klettertherapeutisch zu begleiten und zu unterstützen. Daneben biete ich auch Elternberatung zum Thema ADHS an. Mein Wissen ziehe ich zu einem großen Teil aus persönlichen Erfahrungen, da ich selber im Spektrum bin. Um dieses Wissen zu professionalisieren, habe ich einige Weiterbildungen absolviert u.a.Klettertrainer C, Therapieklettern in Psychotherapie und Pädagogik (ITK) und Elternberater bei ADS/ ADHS (IFLW).

Wie und wann bist du zum Klettern/Bouldern gekommen?

Ich habe in „Der Kegel”  Berlin mit dem Bouldern begonnen, mich in die Community verliebt, meinen ersten Toprope Schein gemacht und dann mit großem Glück den ersten Lockdown in Leonidio, Griechenland verbracht. Hier habe ich dann meine große Liebe zum Felsklettern entdeckt.

Was wünscht du dir für oder vom KLEVER für die Zukunft

Eine vereins- bzw. verbandsübergreifende Zusammenarbeit, insbesondere im Bereich des therapeutischen Kletterns. Je mehr Expert:innen ihr Wissen zusammenbringen, desto besser. Außerdem wünsche ich mir, dass sich immer mehr (KLEVER) Hallen für die Thematik interessieren und Möglichkeiten und vor allem Räume für das Thema Inklusion bieten. Hierbei meine ich wichtige Themen wie inklusiven Routenbau, Rückzugsräume und Boulder/ Kletterwände, welche die klettertherapeutische Arbeit erleichtern.

Weise Worte und andere Wichtigkeiten

Was bedeutet Erfolg für dich?

Zeit zu haben, Dinge im Leben zu tun, die ich liebe und mir bewusst zu sein, welche diese Dinge sind.

Was darf für den perfekten Start in den Tag nicht fehlen (Kaffee ausgenommen)?

Meine Yoga Routine und ein paar Minuten in meinem Lieblingsbuch.

Kalk, Granit, Sandstein oder etwas ganz anderes – was magst du am liebsten?

Kalk 🙂

Gibt es eine Route oder einen Boulder, an die/den du dich immer noch erinnerst? z.B. weil es besonders schön, gruselig oder schwierig war?

Ja, einer meiner ersten 7As – Hessisch Roulette am Roten Fels in Franken. Eine großartige Route.  Es war am Ende eines Klettertrips und ich wollte die Route eigentlich nur noch Abbauen. Stattdessen befand ich mich plötzlich im perfekten Flow und bin die Route unerwartet durchgestiegen. Es ist eine wunderbare Erinnerung an die Kraft der beflügelnden Erwartungsfreiheit. 😉

Du im KLEVER

Welche Fortbildungen/Workshops bietest du an?

Im Oktober gibt es jeweils in Berlin und Nürnberg die Fortbildung „Bewegte Vielfalt – Herausforderndes Verhalten verstehen und begleiten“ mit mir und Johanna Bäuml.

Was ist das Ziel eurer Fortbildungen?

Im Kletterhallenalltag sowie Kurssettings führt herausforderndes Verhalten von Kindern oder Teilnehmenden Personen häufig zu Problemen. Kursleiter:innen oder Trainer:innen sind hier verständlicherweise überfordert und benötigen Hilfestellung. 

Diese Fortbildung hat zum Ziel, ein Grundverständnis zur besseren Begleitung von herausfordernden Verhalten zu vermitteln. Hierbei thematisieren wir unter anderem auch typische gezeigte Verhaltensweisen im Spektrum A(D)HS. Wir gehen darauf ein, was Betroffene benötigen und wie sich das Verhalten einordnen und in den Kletterhallenalltag integrieren lässt. Dabei behandeln wir sowohl theoretische Inhalte als auch praktische Übungen. Zudem thematisieren wir eine zielführende Kommunikation mit Eltern und Kindern, mögliche Kompetenzgrenzen, Selbstschutz und Selbstfürsorge.Ebenso bietet die Fortbildung eine Inspiration, um inklusive und vielfältige Angebote in Kletter- und Boulderhallen zu etablieren.

Vielen Dank Benny!